Bürgschaft ohne Bank

Der übliche Weg zu einer Bürgschaft führt über die Hausbank: Sie stellt den Kreditantrag, stellt fest, dass die Sicherheiten nicht reichen, und holt die Bürgschaftsbank dazu. Das setzt voraus, dass eine Bank Sie schon grundsätzlich finanzieren will. Genau daran scheitert es oft - und dafür gibt es die Bürgschaft ohne Bank.

Zuletzt überarbeitet am 29. September 2026

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Was dabei anders läuft

Bei der Bürgschaft ohne Bank - je nach Bundesland als "BoB" abgekürzt - gehen Sie direkt zur Bürgschaftsbank Ihres Landes, bevor eine Bank eingebunden ist. Die Bürgschaftsbank prüft Ihr Vorhaben und sagt die Bürgschaft zu. Mit dieser Zusage in der Hand suchen Sie dann die Bank.

Die Reihenfolge ist der ganze Unterschied. Sie kommen nicht als jemand ins Bankgespräch, der um eine Finanzierung bittet, sondern als jemand, für den ein Teil des Risikos bereits abgedeckt ist. Das hilft vor allem dort, wo das Vorhaben tragfähig ist, aber nichts da ist, was man verpfänden könnte: bei Gründungen, bei Dienstleistern ohne nennenswertes Anlagevermögen, bei Übernahmen.

Was es nicht ist

  • Kein Geld. Eine Bürgschaft ist eine Sicherheit, kein Kredit. Sie brauchen anschließend trotzdem eine Bank, die den Kredit vergibt.

  • Kein Ersatz für Bonität. Geprüft wird, ob das Vorhaben trägt. Die Bürgschaftsbank übernimmt das Risiko fehlender Sicherheiten, nicht das Risiko eines Geschäftsmodells, das nicht funktioniert.

  • Nicht kostenlos. Für die Bürgschaft fallen eine Bearbeitungsgebühr und eine laufende Provision an. Die Sätze stehen bei jedem Programm, weil sie sich je nach Land unterscheiden.

  • Keine Haftungsbefreiung. Die Bürgschaft schützt die Bank vor einem Ausfall, nicht Sie vor der Rückzahlung.

In welchen Bundesländern es das Programm gibt

Bürgschaftsbanken gibt es in jedem Bundesland, aber nicht jede führt die Bürgschaft ohne Bank als eigenes Programm. In diesem Katalog sind es diese fünf. Jede Seite verlinkt auf die amtliche Programmbeschreibung, auf der die aktuellen Konditionen stehen.

Die Programme

Wenn Ihr Bundesland nicht dabei ist, heißt das nicht, dass es keine Bürgschaft für Sie gibt. Es heißt, dass der Weg über die Hausbank führt. Insgesamt sind 91 Bürgschaftsprogramme offen, davon 45 auch für Existenzgründerinnen und Existenzgründer.

Womit Sie hingehen sollten

Geprüft wird das Vorhaben, also brauchen Sie die Unterlagen, die es beschreibbar machen: einen Plan mit Zahlen, eine Vorstellung davon, wofür der Kredit verwendet wird, und - wenn es das Unternehmen schon gibt - die letzten Jahresabschlüsse. Eine Bürgschaftsbank ist keine Behörde, die einen Antrag abstempelt, sondern ein Risikoträger, der eine Entscheidung trifft.

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Diese Seite erklärt, wie die Förderung funktioniert. Ein Profil macht daraus eine Liste: jedes offene Programm, für das Sie in Frage kommen, bewertet und mit einer Zeile zur Begründung.